Kameraden aus Altenburg gewinnen das Jubiläumsrennen auf der Saale

13 Teams kämpfen im Schlauchboot um den Siegerpokal. Die Gastgeber werden Zweite

VON SUSANNE WEIHMANN, 05.10.08, 19:31h, aktualisiert 05.10.08, 19:46h

Die Latdorfer gaben auf der Saale alles: Am Ende war es Platz acht. (Foto: MZ)

WEDLITZ/WISPITZ/MZ. Die Bedingungen zum Schlauchbootrennen, das die Freiwillige Feuerwehr Wedlitz / Wispitz zum Tag der offenen Tür am Samstag veranstaltete, hätten wirklich besser sein können: Es war nicht nur windig und ungemütlich kalt, es begann auch noch zu regnen, als die Männermannschaft aus Nienburg den Wettbewerb startete. "Und die Strömung ist nicht gerade wenig", meinte Karsten Westphal, der stellvertretende Wehrleiter.

Bei diesen äußeren Bedingungen wurde den jeweils vierköpfigen Bootsbesatzungen schnell warm, denn sie mussten zunächst stromaufwärts paddeln. Die Zuschauer wärmten sich mit heißen Getränken.

Schon zum zehnten Mal fand ein Schlauchbootrennen auf der Saale in Wispitz statt, bei dem meist die gastgebende Wehr den anderen keine Chance ließ. Dieses Mal hatte sie es allerdings mit noch mehr Konkurrenz als sonst zu tun, gingen doch insgesamt 13 Teams an den Start. "Das sind so viele. Da werden wir wohl erst um eins fertig sein", vermutete Karsten Westphal und lag damit richtig. Erst kurz vor 13 Uhr standen die Sieger fest und konnten den Siegerpokal auf dem Gelände der Feuerwehr in Wispitz entgegennehmen. Die Nienburger hatten zunächst eine Zeit von 9:06 Minuten vorgelegt. Die sollte zumindest von den beiden folgenden Teams aus Pobzig (11:42 Min.) und Latdorf (10:21 Min.) nicht geschlagen werden. Da halfen auch die Anfeuerungsrufe vom Saaleufer nicht. "Kommt, Jungs, zieht! Nur noch ein Stück. Das schafft ihr", wurden die Latdorfer vom Ufer aus angetrieben. Am Ende war es der achte Platz.

Für die Titelverteidiger, die Feuerwehrmänner aus Wedlitz / Wipsitz, reichte es nur zu Platz zwei. Wie schon vor zwei Jahren waren die Kameraden aus Altenburg schneller. Sie benötigten für die etwa 500 Meter lange Strecke 7:28 Minuten und waren damit deutlich schneller als die Mannschaft von Wedlitz / Wispitz mit 7:42 Minuten und den Sportlern des SV Germania Wedlitz (8:09 Min.). Nur knapp dahinter belegte die einzige Frauenmannschaft aus Nienburg in 8:11 Minuten den vierten Platz. Damit waren sie auch besser, als ihre Männer. Fünfte wurde die Jugendfeuerwehr aus Groß Mühlingen. (8:12 Min.). Der Wehrleiter der gastgebenden Wehr bekam von all dem kaum etwas mit. Uwe Schulze bereitete unterdessen vor dem Gerätehaus das Mittagessen zu. "Ich muss heute kochen", meinte er schmunzelnd. Neben Erbsensuppe mit Würstchen sollte es zu Mittag auch Nudeln mit "roter Soße" und Gehackte Stippe geben.

Nachmittags gab es Kaffee und Kuchen und die ganz Kleinen, die Mitglieder der Kinderfeuerwehr, zeigten den Gästen, was sie schon können: In einer "Löschübung" rollten die sechs Kinder Schläuche aus und verbanden sie mit Strahlrohren. Insgesamt sind derzeit zwölf Kinder unter zehn Jahren in der Kinderfeuerwehr. "Wenn die dabei bleiben, wäre das schön", meinte Westphal. 

Quelle: MZ